Alles drin im Topf - Lagerkoch Lui Lecker kochte für 2.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Bistum Aachen
Mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 21 Jahren aus dem gesamten Bistum Aachen sind zum großen Pfadfinderlager vom 29.05.-01.06.2009 nach Wegberg angereist. Auch der Bezirk Düren war mit 8 Stämmen dabei. Unter dem Motto „01Topf09 - Alles ist drin!“ konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen entdecken, wie aus ihren vielen unterschiedlichen Fähigkeiten und Cha-raktereigenschaften etwas Gemeinsames entsteht. Als Sinnbild für die aus vielen unterschiedlichen Individuen entstehende starke Gemeinschaft diente der in unserer Gegend häufig und gern zubereitete Eintopf, der ebenfalls aus einer Menge von ganz unterschiedlichen Zutaten besteht und der seinen vollen Geschmack nur entfaltet, wenn keine der Zutaten fehlt. Einen solchen leckeren Eintopf wollte das Lagermaskottchen Lui Lecker gemeinsam mit den mehr als 2.000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern am Pfingstwochenende auf dem Gelände der Jugendbildungsstätte Haus Sankt Georg zubereiten. Dazu sammelten die Kinder und Jugendlichen nicht nur symbolisch die Eigenschaften, die ihren jeweiligen Stamm ausmachten, sondern auch die Erfahrungen aus den vielen Workshops und Aktionen symbolisch in Konservendosen, die alle im großen Kochtopf auf der Bühne gesammelt wurden. Nachdem der Freitag Abend noch mit Zeltaufbau und gemütlichen Lagerfeuerrunden verbracht wurde, eröffnete Lagerkoch Lui Lecker am Samstag Morgen pünktlich um 9 Uhr 30 gemeinsam mit der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, der Wegberger Bürgermeisterin Hedwig Klein und den Diözesanvorsitzenden Sabine Klehr und Michael Teubner sowie dem Diözesankuraten Johannes Quadflieg das Lager. Die Bundesgesundheitsministerin, die wie alle Ortsgruppen auch eine gefüllte und beklebte Konservendose als persönliche Zutat für den Eintopf mitgebracht hatte, wies in ihrer kurzen Ansprache darauf hin, dass es wichtig ist nach den Sternen zu greifen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Passend dazu hatte sie ihre Dose mit den Sternen der Europaflagge beklebt. Im Anschluss gab es ein buntes Workshopprogramm. Sportliche Betätigungen war-teten beispielsweise beim Beachvolleyball, Völkerball und Menschenkicker. Mutig überwand mancher seine Ängste und bewies sein Geschick beim Klettern im Hoch-seilgarten. Eher kreativ ging es beim Bodypainting, Schminken und dem Basteln eines Miniaturlagers zu. Großen Zustrom fand auch das Politikercafé, in dem die Kin-der und Jugendlichen die anwesenden Landes- und Lokalpolitiker mit zum Teil durchaus kritischen Fragen löcherten. Auch Ulla Schmidt hat trotz ihres engen Zeit-plans zumindest einige Fragen von Pfadfinderinnen und Pfadfindern beantwortet und dabei besonders darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für andere zu übernehmen. Den Abend verbrachten die Pfadfin-derinnen und Pfadfinder in ihren Zeltdörfern. Der Bezirk Düren feierte unter dem Motto „Madagaska – Die Steppe tobt!“ einen lustigen Abend mit Malmen, Marti, Alex und Gloria, zu dem jeder Stamm einen kurzen Betrag vorbereitet hatte. Am Sonntag hieß es dann „Eintopf in Gefahr!“ Eine Überwachungskamera zeigte den Kindern und Jugendlichen, wie während der Nacht dunkle Gestalten heimlich den Eintopf mit Zutaten wie Streit, Neid, Langeweile, Einsamkeit und Egoismus verdorben hatten. Es galt also die passenden Gegengifte zu finden. So zogen die jüngsten in den Tüschenbroicher Wald, um dort an vielen Stationen bei unterschiedlichen Spielen zu beweisen, dass ihre Freundschaft stärker als jeder Streit ist. Die 10- bis 13-jährigen bewiesen in der Wegberger Innenstadt mit verschiedenen Gruppenaufgaben, dass ihr Gemeinschaftssinn den Neid überwindet und verbrannten zum Beweis einen großen Neidhammel. Die 13- bis 16-jährigen entschlossen sich, der Langeweile und der Einsamkeit mit einer spontan entwickelten Überraschungsidee zu trotzen. Sie trafen sich um genau 13 Uhr 30 in der Mönchengladbacher Innenstadt zu einer Massenkissenschlacht und lösten bei den Passanten einige Verwunderung aus, bevor sie sich am Ende als Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu erkennen gaben. Die ältesten erlebten in einem großen Rollenspiel die Entwicklung eines jugendlichen fiktiven Charakters mit den unterschiedlichsten Verwicklungen in Beruf, Freizeit und Beziehungsleben und konnten unter anderem mit der Entwicklung witziger Tanzchoreografien zeigen, dass ihr Teamwork den Egoismus besiegt. So war am Ende nicht nur der Eintopf gerettet, sondern auch der Beweis erbracht, dass die Georgspfadfinderinnen und –pfadfinder im Bistum Aachen zusammenhalten und gemeinsam fast alles erreichen können. Am frühen Abend fand der Gottesdienst statt, bei dem die Pfadfinderinnen und Pfadfinder auch Gelegenheit hatten, ihre Wünsche an die Welt zu formulieren. Am Abend brachten die Kinder und Jugendlichen das Zelt zur Musik der Coverband Juke Box Heroes zum Beben. Nach einem großen Frühstückspicknick fand am Montag die Abschlussveranstaltung statt. Lui Lecker schrieb noch einige Autogramme bevor er dann zum Abschluss noch einmal mit allen Anwesenden das Lagerlied sang. Danach tauschten die Teil-nehmerinnen und Teilnehmer noch einige Telefonnummern und Mailadressen aus, um dann die Zelte wieder abzubrechen und mit einem großen Rucksack voller bunter Erinnerungen zurück zu reisen.
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